Wissenswertes über die Mittelmeerinsel Mallorca

Welche Sprache spricht man auf Mallorca
Im Grunde spricht man seit 1229 auf Mallorca Mallorquí und noch heute greifen sehr viele Bewohner der Insel bei privaten Kontakten zu dieser Sprache, die zur Gruppe der katalanischen Sprachen angehört. Allerdings sprechen alle Bewohner der Insel auch gleichzeitig Kastilisch, das sie in der Schule lernen, so dass man sich auf Mallorca problemlos auch in Spanisch verständigen kann. Und seit der Tourismus in den 60er Jahren einsetzte und sich für viele Orte der Tourismus zur wichtigsten Einkommensquelle entwickelte, sprechen auch sehr viele Bewohner Mallorcas Englisch, und ein kleinerer Teil auch Deutsch. über diese Tatsache sollte vielleicht auch jeder Tourist etwas nachdenken, denn wenn jemand aus Mallorca im Schnitt drei Sprachen beherrscht, so sollte man als Gast der Insel vielleicht versuchen auf jeden Fall einige Worte der beiden Inselsprachen zu lernen um zu zeigen dass man sich wirklich für Mallorca interessiert und die Bevölkerung respektiert.
 
Eine Unterkunft auf Mallorca finden
Mallorca ist weitgehend auf den Massentourismus vorbereitet, so dass der Besucher auch kein Problem hat eine gute Unterkunft zu finden. In erster Linie sollte man natürlich zu den Hotels greifen und hierbei bedenken dass Mallorca auch in der Vor- und der Nachsaison ein ausgezeichnetes Sonnenziel ist, aber mit dem Vorteil dass die Unterkünfte günstiger sind als im Sommer, da die Hotelzimmer mittlerweile Rekordpreise erreicht haben, die jenen von Barcelona entsprechen. Zu bedenken ist hierbei auch dass die Kurtaxe, oft das Frühstück und der Parkplatz erhebliche Zusatzkosten verursachen können, es also bereits für ein Paar ohne Kinder normal ist zwischen 200 und 300 Euro für ein Zimmer pro Nacht zu bezahlen. Vor der Buchung sollte man natürlich auch überlegen ob ein Hotel wirklich den eigenen Wünschen entspricht, denn die Angebote unterscheiden sich in jedem Punkt. Einige wollen keine Kinder, andere akzeptieren keine Hunde, wieder andere sind mit dem Auto nicht einmal anzufahren, und wieder andere liegen auf Anhöhen die man regelmäßig zu Fuß nehmen muss. Es gibt Hotels die Ruhe bieten, und andere in denen täglich gefeiert und getrunken wird. Bewertungen helfen in diesem Punkt sehr wenig, da in der Regel bis zu 50 Prozent dieser Bewertungen manipuliert sind.

Fahrräder in den Bergen Mallorcas
Foto: Herbert Kårlin

Eine Finca auf Mallorca mieten
Wer als größere Gruppe oder einem dickeren Geldbeutel auf Mallorca Urlaub machen will, kann mittlerweile auch eine Finca für die Zeit seines Aufenthalts mieten, wobei Besucher Mallorcas eine Finca heute vor allem als etwas luxuriöseres Landhaus betrachten, obwohl es sich hierbei ursprünglich um sehr einfache Bauernhöfe handelte, die mittlerweile aber von Investoren und Spekulanten umgebaut wurden und man heute weder die Tiere von früher, noch die landwirtschaftliche Bewachsung findet. Wer eine Finca mietet, sollte auch bedenken dass nicht jeder private Vermieter auch ein legaler Vermieter ist, vor allem wenn die Finca sehr günstig zu bekommen ist. Sehr schnell kann man daher auch in ein Problem der Geldwäsche geraten, falls der Besitzer seine Einkünfte nicht anmeldet und keine Genehmigung für das Vermieten des Gebäudes hat. Wir raten daher Fincas nur über auf Mallorca ansässige Agenturen zu mieten.
 
Die Wahl eines Airbnb auf Mallorca
In der Regel wohnt man in einer Airbnb-Wohnung etwas billiger als in einem Hotel, und die Mehrheit der Angebote erfolgt über professionelle Vermieter, die Wohnungen haben auch einen relativ hohen Standard. Der Nachteil ist natürlich dass in ganz Spanien diese Mietart immer strenger regelt und daher jedes Jahr weniger Wohnungen zur Verfügung stehen werden. Und wer auch in Zukunft freundliche Kellner, angenehme Angestellte in Läden und Hotels erwartet, sollte auf Airbnb vollkommen verzichten, da auf Mallorca, insbesondere in Palma, eine enorme Wohnungsnot existiert und sich die normal arbeitende Bevölkerung der Insel die Mietpreise eines Airbnb nicht leisten kann. Bereits jetzt schlafen viele unter ihnen am Stadtrand in ihren Autos oder in provisorischen Unterkünften, was 2025 bereits zu einer ersten größeren Widerstandsbewegung gegen Touristen führte. Die Wahl eines Airbnb kann daher in den kommenden Jahren zu einem massiven Tourismushass und zu Zerstörungen führen. Jeder, der sich mittlerweile gegen ein Airbnb entscheidet, kann einen Beitrag dazu leisten dass Mallorca auch in Zukunft eine offene Insel für einen angenehmen Tourismus bleibt.
 
Die Restaurantwahl auf Mallorca
Es gibt auf Mallorca gegenwärtig keinen Mangel an Restaurants, zumindest wenn man die Menge der Restaurants betrachtet. Die Frage ist vielmehr welche Art von Essen ein Besucher erwartet, denn wer gutes, lokales Essen sucht, muss sich etwas Mühe geben, da man diese Restaurants kaum in den optimalen Tourismuslagen findet, sondern oft in kleineren Orten und in Seitenstraßen Palmas. Wer für Deutsche angepasstes Essen mit deutschem Bier sucht, oder auch ein Café mit für Deutsche angepasstes Gebäck, so muss man, zumindest in der Regel, die touristisch dominierten Straßen nicht verlassen. Wer Mallorca auch von der kulinarischen Seite aus entdecken will, sollte allerdings einige Regeln beachten: Nie in Restaurants gehen die Passanten auf der Straße ansprechen um diese ins Restaurant zu locken, nie ein Restaurant besuchen das bebilderte Speisekarten in sechs Sprachen bereits am Eingang aushängt, nie ein Restaurant betreten das Paella für eine Person anbietet, und Restaurants meiden die billige Sangría anbieten. Optimal ist ein Restaurant das seine Tagesmenüs nur auf einer täglich geschriebenen Tafel in Mallorquí anbietet und sich, zumindest auf den ersten Blick, gar nicht erst um den Tourismus kümmern. Dort wird man jedoch am schnellsten die echte Gastfreundschaft Mallorcas und sehr gute Essen finden.

Der Strand von Alcúdia auf Mallorcas
Foto: Herbert Kårlin

Ein Auto auf Mallorca mieten
Natürlich kann man Mallorca auch mit dem Linienbus erkunden, auch wenn dies eine beträächtliche Zeit in Anspruch nimmt und die Fahrpläne im Sommer oft nur eine Schätzung sind. Es ist daher vorteilhafter sich für die Entdeckung Mallorcas ein Auto zu mieten und entsprechend auf Alkohol weitgehend zu verzichten. Die Mietpreise für Fahrzeuge sind, je nach Vermieter, sehr unterschiedlich, wobei Fahrneulinge zusätzliche Kosten tragen müssen. Da man im gesamten spanischen Raum ein Auto als reinen Gebrauchsgegenstand sieht und auch eine Gruppe an Maillorquinern, die sich gegen den Massentourismus aussprechen, gerne einmal ein Mietauto verkratzen, ist es geradezu ein Muss eine Vollkskoversicherung zu unterzeichnen. Und wer nicht nur die Autobahn und eine Schnellstraße benutzen will, sollte ein möglichst kleines Auto mieten, denn die Straßen auf Mallorca sind oft sehr eng, und die meisten Parkplätze wurden ebenfalls nicht gerade für einen SUV vorgesehen. Und wer nicht gerade in einem fünfsternigen Hotel unterkommt und für einen privaten Parkplatz zwischen 20 und 30 Euro am Tag zahlen will, muss bedenken dass das Auto ständig irgendwo an einer Seitenstraße stehen wird, im Sommer bisweilen einen Kilometer vom Hotel entfernt.
 
Parken und Autofahren auf Mallorca
Der Massentourismus auf Mallorca führt im Sommer dazu dass man kurzfristig oft keinerlei Fahrzeug mehr mieten kann, aber auch dazu dass gewisse Straßen maßlos verstopft sind und man nachts sein Auto einen Kilometer, und mehr, vom Hotel entfernt in einer kleinen, kaum beleuchteten Seitenstraße parken muss. Wobei man beim Parken insbesondere beachten sollte dass man nur an weißen Streifen an der Straße kostenlos parken darf, bei blauen Streifen grundsätzlich, zumindest tagsüber, eine Parkgebühr bezahlen muss, und man an jeder Stelle mit gelben Streifen das Parken bleiben lassen sollte, denn dort handelt es sich um ein Parkverbot, oder auch ein Halteverbot, für touristische Fahrzeuge. Dort zu parken kann nicht nur 200 Euro Strafe kosten, sondern das Fahrzeug kann auch noch abgeschleppt werden, was die Urlaubskasse leeren kann. Zu beachten ist hierbei allerdings dass jede Gemeinde auch eigene Regeln aufstellen kann, es also wichtig ist das entsprechende Schild genau zu studieren, zumal auch an einer weißen Linie an bestimmten Tagen, oder zu gewissen Stunden, das Parken verboten sein kann.
 
Der Besuch Mallorcas und die katalanische Sprache
Wä,hrend der Besucher Mallorcas, der sich nur am Strand aufhalten will und weder ein Auto noch ein Fahrrad benutzt, auf die Sprachen der Insel vollkommen verzichten kann und in Deutsch zurecht kommt, und ein deutscher Immigrant dort auch Mallorquí lernen sollte um integriert zu werden, können Fahrradfahrer und Autofahrer ohne einige Worte Katalanisch zu können, Probleme haben. Sehr viele Hinweise an Parkplätzen, die Ortsnamen und wichtige Informationen werden auf Mallorca nämlich in Katalanisch geschrieben, einer Sprache, die in der autonomen Region Katalonien, zu der auch die Balearen gehören, öfter zu lesen ist als das Kastilische. Das Problem kann daher sein dass man als Entdecker der Insel gewisse Hinweise nicht versteht, aber wie in jedem Land, die Landessprache nicht zu verstehen, schützt nicht vor einer eventuellen Strafe oder davor dass das Auto abgeschleppt wird. Wenn, zum Beispiel, am Mittwoch, auf Grund eines Wochenmarkts, ein Parkplatz nicht benutzt werden darf, so findet man dort nicht das Wort Mittwoch oder miércoles, sondern das Wort dimecres, und natürlich eine kurze katalanische Erklärung. Auch die Anwendung von Apps oder einem GPS kann sehr schwierig werden wenn man nicht den katalanischen Begriff für eine Sehenswürdigkeit oder den korrekten Namen einer Straße kennt. Wer Mallorca wirklich entdecken will, sollte also vor der Reise bereits einen kleinen Sprachführer Katalanisch erwerben oder nach einer App suchen, denn auch wenn man auf Mallorca, zumindest als Tourist, nicht unbedingt Català oder Mallorquí (sehr ähnliche Sprachen) sprechen muss, so sollte man die wichtigsten Worte lesen und übersetzen können, wie auch Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten in Katalanisch kennen.